Psychoonkologie
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Die Diagnose Lungenkrebs ist ein Schock und löst häufig Angst aus. Auch wenn es am Anfang vielleicht unmöglich klingt: Versuchen Sie, die Situation anzunehmen und sich ihr zu stellen. Treten Sie dem Lungenkrebs aktiv entgegen! So kriegen Sie das Gefühl, selbst etwas für sich tun zu können. Ängste schwinden, wenn Sie sich deutlich machen, dass Sie der Krankheit nicht völlig ausgeliefert sind. Gerade Unkenntnis und Unwissenheit verursachen bei Betroffenen und Angehörigen Angst.
Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass Ihnen die Worte fehlen oder Sie möchten Ihre Angehörigen und Freunde nicht zusätzlich belasten. Doch der offene Umgang mit der Erkrankung und den damit auftretenden Sorgen, Ängsten und Wünschen tut gut. Und auch Ihre Angehörigen und Freunde wissen häufig nicht genau, wie sie mit der Krankheit umgehen sollen. Vielleicht treten sogar Schuldgefühle auf, selbst nicht erkrankt zu sein. Angehörige behandeln den Betroffenen daher anders und scheuen das Gespräch, um den Erkrankten – und oft auch sich selbst – zu schonen. Es fällt ihnen schwer, in dieser Situation die richtigen Worte zu finden, richtig zu handeln und sinnvoll zu helfen.
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Diese Hilflosigkeit der Angehörigen äußert sich häufig in Schweigen. Erfahrungen zeigen, dass es wichtig ist, verändertes Verhalten und das eigene Gefühlschaos ehrlich anzusprechen. Als Patient können Sie die Ihnen nahestehende Person fragen, warum sie sich manchmal so „merkwürdig“ verhält und wie sie die Situation erlebt. Offene Gespräche entlasten sowohl den Patienten als auch die Angehörigen und Freunde.
Selbsthilfegruppen bieten ebenfalls Raum, offen und ehrlich über seine Erkrankung zu sprechen und die neue Situation zu verarbeiten. Darüber hinaus werden Informationen und Tipps für den Alltag ausgetauscht. Geschichten von anderen Betroffenen können Mut für die eigene Situation machen.
Doch manchmal gibt es im Verlauf einer Lungenkrebserkrankung Phasen, in denen die Belastung so groß wird, dass die eigene Energie und auch die Unterstützung durch Angehörige und Freunde zur Krankheitsbewältigung nicht ausreichen. Psychoonkologische Betreuer können hier eine professionelle Hilfe und Unterstützung geben. Sie helfen in Belastungssituationen und Krisen. Sie vermitteln beispielsweise Techniken, mit denen Beschwerden und Nebenwirkungen besser kontrolliert werden können.
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Jeder Mensch geht anders mit der Erkrankung um. Zudem ist keine Erkrankungssituation mit der anderen zu vergleichen. Daher gibt es keinen Leitfaden, der beschreibt, wie Sie am besten mit der Situation umgehen. Es ist wichtig, dass Sie auf sich Acht geben. Überlegen Sie sich, was Ihnen jetzt gut tut. Der eine braucht viel Zeit für sich alleine und der andere möchte lieber so oft es geht mit anderen Menschen zusammen sein. So sollte jeder Patient nach seinen Bedürfnissen und Wünschen entscheiden, was für ihn wichtig ist und ihm gut tut.












