Lungenkrebs
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Lungenkrebs ist eine bösartige Geschwulst in der Lunge. Etwa 90 Prozent aller Geschwülste in der Lunge sind bösartig. Im Gegensatz zu gutartigen Geschwülsten zerstören sie das gesunde Zellgewebe. Obwohl sie in allen Lungenabschnitten entstehen können, bilden sie sich jedoch besonders häufig in den oberen Bereichen des Lungenflügels. Da die Atmung hier am stärksten ist, ist die Lunge somit auch schädlichen Substanzen am intensivsten ausgesetzt. Fachbegriffe für Lungenkrebs sind auch Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom.
Lungenkrebs gehört zu den Krebserkrankungen, die in den letzten Jahrzehnten am meisten zugenommen haben. In Deutschland erkranken nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts jedes Jahr etwa 33000 Männer und 13200 Frauen an Lungenkrebs. Damit ist die Erkrankung sowohl bei Männern als auch bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung.
Verschiedene Arten von Lungenkrebs
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Ärzte unterscheiden zwischen nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und kleinzelligem Lungenkrebs. Diese Unterscheidung ist von wesentlicher Bedeutung für die Therapie.
Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs
Der nicht-kleinzellige Lungenkrebs macht circa 80 Prozent der Tumorerkrankungen der Lunge aus. Es breitet sich meist langsamer aus und bildet später Metastasen als der kleinzellige Lungenkrebs, wodurch die Heilungs- und Behandlungschancen besser sind. Diese Tumorform unterteilt sich in drei Untergruppen. Die Bezeichnung dieser drei Untergruppen basiert auf dem Zell- oder Gewebetyp, aus dem sich der Tumor bildet.
Adenokarzinome
Adenokarzinome stellen den größten Teil der Lungentumore dar. Es handelt sich damit um die häufigste Lungenkrebsart. In den vergangenen Jahren verzeichnen Mediziner einen steigenden Anstieg der Adenokarzinome, was auf veränderte Rauchgewohnheiten zurückgeführt wird.
Plattenepithelkarzinom
Das Plattenepithelkarzinom ist nach dem Adenokarzinom die zweithäufigste Lungenkrebsart. Der Ursprung des Plattenepithelkarzinoms liegt häufig in den oberflächlichen Zellen der Bronchien und befindet sich im Gegensatz zum Adenokarzinom häufiger zentral in der Lunge.
Großzellige Karzinome
Großzellige Karzinome diagnostizieren Ärzte in bis zu zehn Prozent aller Lungenkrebsfälle. Ihr Ursprung ist noch unklar.
Kleinzelliges Bronchialkarzinom
Etwa 20 Prozent der Lungenkrebspatienten sind an einem kleinzelligen Lungenkarzinom erkrankt. Es breitet sich rasch über das Blut und die Lymphbahnen aus und bildet sehr schnell Tochtergeschwülste (Metastasen). Die Therapie ist daher deutlich schwieriger als bei anderen Formen von Lungenkrebs.
Stadien der Erkrankung
Krebserkrankungen werden in verschiedene Stadien eingeteilt, die die Ausbreitung und Schwere der Krankheit festhalten. Diese Klassifikation dient der genauen Therapieplanung.
Wichtiges Kriterium ist die sogenannte TNM-Einteilung. T bezeichnet dabei die Größe des Tumors, N (von dem lateinischen nodus = Knoten) beschreibt die Anzahl und den Ort der befallenen Lymphknoten und M kennzeichnet das Vorhandensein von Metastasen.
Die einzelnen Ausbreitungsstadien (T) beschreiben Mediziner genauer durch die Zuordnung von Zahlen. Hierbei kennzeichnen die Zahlen die Größe und die Lage des Tumors und seine Beziehung zu umgebenden Strukturen. Bei der Definition des N-Stadiums verwenden die Ärzte die Zahlen 0 bis 3.
Symptome – Häufig nicht eindeutig
Zu Beginn der Erkrankung zeigt Lungenkrebs keine auffälligen Symptome. Daher diagnostizieren Mediziner Lungenkrebs häufig bei einer Routineuntersuchung. Die Anzeichen sind sehr allgemein und unauffällig, so dass sie auch eine andere Ursache haben können.
Bei folgenden Anzeichen sollte der Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen
- langanhaltender Husten, Bronchitis oder eine andere Erkältung, die sich trotz Antibiotika-Behandlung nicht bessert
- Atemnot
- Schmerzen im Brustkorb
- allgemeiner Kräfteverfall
- starker Gewichtsverlust
- Bluthusten
- Lähmung oder starke Schmerzen im Brustbereich












