Page ID:5787

Lungenkrebs

Lungenkrebs ist eine bösartige Geschwulst in der Lunge. Im Gegensatz zu gutartigen Geschwülsten zerstören sie das gesunde Zellgewebe. Dennoch sagt die Diagnose „Lungenkrebs“ noch nichts über den Verlauf der Erkrankung, die Prognose und die Zukunft des Betroffenen aus.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 33000 Männer und 13200 Frauen an Lungenkrebs. Lungenkrebs gehört zu den Krebserkrankungen, die in den letzten Jahrzehnten am meisten zugenommen haben. Vor allem Frauen sind immer häufiger betroffen. Dies erklären Wissenschaftler mit dem zunehmenden Zigarettenkonsum von Frauen seit den 80er Jahren. Mediziner sprechen bei Lungenkrebs auch von einem Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom.

Die Ursachen für Lungenkrebs sind vielfältig: 

  • Der wichtigste Risikofaktor ist das Rauchen. Etwa jeder zehnte Raucher erkrankt im Laufe seines Lebens an Lungenkrebs – durchschnittlich 30 bis 40 Jahre nach der ersten Zigarette.
  • Neben dem aktiven Rauchen erhöht auch das passive Rauchen das Risiko, an einem Lungenkarzinom zu erkranken. Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr etwa 400 Menschen aufgrund des Passivrauchens an Lungenkrebs.
  • Schadstoffe am Arbeitsplatz bergen ebenfalls ein Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Hier sind vor allen Dingen Asbest, Arsen, Chrom, Nickel, aromatische Kohlenwasserstoffe und Radon zu nennen.
  • Zudem ist die Ernährung entscheidend: Wenig Obst und Gemüse können das Lungenkrebsrisiko erhöhen.
  • Erbanlagen scheinen die Entstehung von Lungenkrebs ebenfalls zu begünstigen. Wissenschaftler können aber noch nicht genau sagen, wie entscheidend Erbanlangen sind.

Im menschlichen Körper befinden sich viele unterschiedliche Zelltypen. Diese wachsen und teilen sich kontinuierlich, damit der Körper gesund bleibt. Wenn die Zellen sich unkontrolliert teilen, obwohl keine neuen Zellen benötigt werden, bildet sich eine übermäßige Gewebeneubildung, eine Geschwulst. Diese Geschwulst nennen Ärzte auch Tumor, und er kann gut (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Während gutartige Tumoren meist nicht in umliegendes Gewebe eindringen, vermehren sich bösartige Tumoren ungebremst. Sie wachsen in benachbartes Gewebe ein und zerstören es. Mit dem Blut- und Lymphstrom können sie in andere Organe gelangen und dort neue Tumoren bilden. Dieser Vorgang heißt Metastasierung.

Ärzte unterscheiden zwischen nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und kleinzelligem Lungenkrebs. Die Unterscheidung basiert auf dem Zell- und Gewebetyp, aus dem sich der Tumor bildet. Die Art des Lungenkrebses ist von wesentlicher Bedeutung für die Therapieentscheidung. Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs unterscheidet sich in die Untergruppen Adenokarzinome, Plattenepithelkarzinom und großzellige Karzinome.

Neben der Art der Erkrankung ist die Ausbreitung der Geschwülste wichtig für die Wahl einer auf den Patienten zugeschnittenen Therapie. Ein bedeutsames Kriterium hierfür ist die TNM-Einteilung. T bezeichnet dabei die Größe des Tumors, N (von dem lateinischen nodus = Knoten) beschreibt die Anzahl und den Ort der befallenen Lymphknoten und M kennzeichnet das Vorhandensein von Metastasen. 

Nächster Termin

13. Juni 2012
17.00 bis 19.00 Uhr
Händel-Haus, Halle (Saale)

mehr...


Termine

Die Veranstaltungs­termine der Aktion Rückenwind finden Sie hier.

mehr...


Kontakt

Haben Sie Fragen?
Kontaktieren Sie uns. 

mehr...