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FAQs

Wie entsteht Lungenkrebs

Lungenkrebs ist eine bösartige Zellwucherung in der Lunge. Im Gegensatz zu gutartigen Geschwülsten zerstören sie das gesunde Zellgewebe. Obwohl sie in allen Lungenabschnitten entstehen können, bilden sie sich jedoch besonders häufig in den oberen Bereichen des Lungenflügels.

Die häufigste Ursache für Lungenkrebs ist Rauchen. Zigarettenrauch und die darin enthaltenen Schadstoffe schädigen die Schleimhaut der Bronchien langfristig und begünstigen so die Entstehung von Krebszellen. Bei Männern sind bis zu 90 Prozent und bei Frauen bis zu 60 Prozent der Lungenkarzinome auf das aktive Rauchen zurückzuführen.

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Ich habe jetzt Lungenkrebs – also muss ich nicht mehr mit dem Rauchen aufhören, oder?

Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich immer! Durch den Lungenkrebs und die Therapie ist die Lunge schon angegriffen. Atemnot ist ein häufiges Symptom von Lungenkrebs. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über die Möglichkeiten des Rauchstopps. Weitere Informationen finden Sie auf einer speziellen Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.rauchfrei-info.de

Ich bin mir in der Therapieplanung unsicher. Habe ich das Recht auf eine zweite Meinung und wo kann ich sie einholen?

Jeder Patient kann sich eine zweite medizinische Meinung einholen. Bei der Suche nach einem Experten oder einer medizinischen Einrichtung für diese Zweitmeinung kann Ihnen auch Ihr behandelnder Arzt weiterhelfen.

Welche Nebenwirkungen können während und nach der Therapie auftreten und was kann ich dagegen tun?

Ob und welche Nebenwirkungen auftreten, hängt von der Therapie, den eingesetzten Medikamenten und der Therapiedauer ab. Zu Nebenwirkungen bei Chemotherapien lässt sich sagen, dass diese durch den medizinischen Fortschritt abgenommen haben. So gibt es heute auch Chemotherapien, bei denen die Haare nicht mehr ausfallen. Auch die von vielen Patienten gefürchtete Übelkeit lässt sich heute durch Medikamente behandeln.

Auch andere auftretende Nebenwirkungen könnten medikamentös gut eingeschränkt werden. Sie sollten daher offen über alle Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt sprechen. Generell gilt, dass eine Krebstherapie körperlich und seelisch sehr anstrengend ist. Daher ist es wichtig, dass sich die Patienten gesund ernähren, regelmäßig bewegen und sich ausreichend Ruhe und Schlaf gönnen.

 

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Kann ich neben der sogenannten „klassischen Schulmedizin“ noch etwas für mich tun?

Viele Lungenkrebspatienten möchten selbst aktiv werden und nichts unversucht lassen, um wieder gesund zu werden. Daher interessieren sich viele für sogenannte alternative Heilmethoden, pflanzliche Medikamente oder homöopathische Ansätze. Zusammengefasst werden diese Ansätze „Komplementärmedizin“ genannt. Sie lassen sich nicht generell beurteilen. Angebote, bei denen eine Krebsheilung versprochen wird, sind grundsätzlich unseriös. Auch sollten Sie von Mitteln oder Verfahren absehen, wenn diese besonders kostspielig sind oder dazu raten, schulmedizinische Behandlung abzulehnen.

Bei Fragen zur Komplementärmedizin allgemein oder bestimmten Behandlungsmethoden wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt oder einen Psychoonkologen.

Wo finde ich Informationen zu Sozialleistungen?

Der Sozialdienst der Klinik bietet Ihnen während eines Klinikaufenthalts die Möglichkeit, Ihre Fragen zu Sozialleistungen in einem Beratungsgespräch zu klären. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus können Sie sich an eine der bundesweiten Krebsberatungsstellen wenden.

Was bieten die Palliativmedizin und Hospize?

Die Behandlung unheilbar kranker Patienten wird Palliativmedizin genannt. Ihr Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten und die ihrer Angehörigen zu verbessern. Schwerpunkt palliativmedizinischer Betreuung ist die Behandlung von Schmerzen sowie seelischer Belastungen. Angeboten wird die Pallativmedizin sowohl auf speziellen Stationen von Krankenhäusern als auch bei ambulanten Palliativ- und Hospizdiensten. Im ambulanten Bereich wird die medizinische Versorgung durch den behandelnden Hausarzt übernommen.

Soll ich meinen (Enkel-)Kindern von meiner Erkrankung erzählen?

Kinder sind sehr sensibel für ihr Umfeld und spüren, wenn sich etwas verändert. Nicht zu wissen, was sich verändert hat und ob sie vielleicht „Schuld“ haben, ist sehr belastend für die Kinder. Daher sollten auch kleine Kinder immer ehrlich über die Situation informiert werden. Die Deutsche Krebshilfe hat in ihrer Broschüre „Hilfe für Angehörige“ Tipps gesammelt, wie (Groß-)Eltern dieses schwierige Gespräch meistern können.

Gerade junge Erwachsene sorgen sich nicht nur um den Betroffenen, sondern haben zudem Angst, selber an einer Krebsform zu erkranken. Hier kann ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt sinnvoll sein, der auch mögliche genetische Faktoren erläutert.